Obo II (einer der ersten Cocker Spaniel)

Geschichte

Die Geschichte des Cocker Spaniels ist etwas mehr als hundert Jahre alt. 1892 wurde der Cocker Spaniel vom English Kennel Club als eigenständige Rasse anerkannt. Bilder, Stiche und Überlieferungen zeigen allerdings über viele Jahrhunderte hinweg Spaniels, wobei die Herkunft des Namens "Spaniel" bis heute nicht zweifelsfrei geklärt ist. Spaniels waren immer Jagdhunde, sie wurden in der Mitte des vergangenen Jahrhunderts unter dem Begriff "Field Spaniels" zusammen gefasst. Später wurde zwischen dem "Springing Spaniel" und dem "Cocking Spaniel" unterschieden, was die unterschiedlichen Arten des Jagens mit diesen Spaniels beschrieb. Der Name "Cocker Spaniel" kommt von dem englischen Wort "woodcock" (= Waldschnepfe), da der Cocker speziell für die Jagd auf Waldschnepfen gezüchtet wurde. Der moderne Cocker Spaniel ist das Ergebnis konzentrierter und engagierter Zucht vor allem in England. Nach Deutschland wurde er um die Jahrhundertwende eingeführt.

älteste bekannte Abbildung eines Spaniel

Verwendung

Bis zum Zweiten Weltkrieg wurde der Cocker Spaniel fast ausschließlich als Stöberhund eingesetzt. Aber schon in den zwanziger und noch mehr in den dreißiger Jahren war er als Familienhund verbreitet. Vor allem in den Jahren 1950 bis 1970 begann die große Zeit des Begleithundes Cocker Spaniel. Er war so beliebt, dass er in der Liste der zehn in Deutschland am verbreitetsten Rassen aufstieg, und in der Liste der Top Ten hat er sich bis heute gehalten. Damit zusammenhängend ging seine Bedeutung als Jagdhund zumindest gemessen an der Gesamtpopulation zurück. Doch heute ist der Trend zu jagdlich geführten Cocker Spaniel wieder zu erkennen.

 

Besonderheiten

Der Cocker Spaniel ist Familienhund und Jagdhund zugleich, und diese Vielseitigkeit macht die Rasse so faszinierend. Er verlangt nach viel Bewegung, auch weil er dazu neigt, über den Hunger hinaus zu fressen. Obwohl er einen ziemlichen Dickkopf haben kann ist er leicht zu erziehen, weil er viel Intelligenz und eine rasche Auffassungsgabe hat. Er braucht keine "harte Hand" in der Ausbildung, aber viel Konsequenz und Zuneigung.